Vom konventionellen Verbrenner zum sauberen E-Auto: die Umrüstung macht’s möglich

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Elektroautos sind überall im Gespräch und die Gesellschaft ist sich einig: E-Autos stellen die saubere Alternative zum herkömmlichen Verbrenner dar. Doch die Realität auf deutschen Straßen spricht eine andere Sprache. Nach wie vor führen die Stromer ein Nischendasein, Zwar wächst die Branche, aber nur langsam. Dementsprechend begrenzt bleibt die Auswahl der Fahrzeughersteller und Modelle. Die Lösung: eine Umrüstung von konventionellen Verbrennungs-Fahrzeugen in saubere Elektro-Autos.

Umrüstung aus Überzeugung in DIY

So viel sei vorangestellt: die Umrüstung eines herkömmlichen Fahrzeugs auf einen Elektroantrieb ist kein preiswertes Vergnügen. Dennoch wagen sich erfahrene Hobbyschrauber, begeisterte Elektrotechnikstudenten oder Maschinenbauingenieure auch selbst an die Umrüstung – aus Spaß und Überzeugung. Gewappnet mit einer professionell ausgestatteten Werkstatt, umfangreichen Recherchen und Bauplänen wandeln sie die Verbrennungsfahrzeuge in Eigenregie in Stromer um. Der Umbau gilt weithin als komplex und erfordert sehr viel Erfahrung und handwerkliches Geschick. Da die Akkus für Pkws auf  einer Hochvolt-Technologie basieren, kann trotz sorgfältigster Arbeit Lebensgefahr drohen. Auch allgemein bleibt das Risiko von Verletzungen beim Umbau präsent. Profischrauber besorgen sich immer eine Erste Hilfe-Ausstattung beim Fachhändler Engelbert Strauss, kennen sich im Arbeitsschutz aus und wissen im Ernstfall Erste Hilfe zu leisten. Der Arbeitsaufwand für die Umrüstung ist enorm. Zwar erleichtern Umrüstungskits die Umwandlung in ein Öko-Auto, aber diese haben ihren Preis. Dafür enthalten sie zumeist den Motor samt Steuerungselektronik, die jeweiligen Akkus sowie die modellabhängigen Kleinteile in Form von Schrauben, Kabeln oder Befestigungen. Die Komponenten sind bereits aufeinander abgestimmt. So kostet etwa das Umrüst-Set der Firma Bea-Tricks aus Bochum 18.200 €. Preiswerter erweist sich die Umrüstung, wenn alle Bauteile einzeln besorgt werden. Damit verbunden bleibt automatisch ein höheres Risiko, dass Probleme bei der Umstellung auf Strom entstehen.

Eine Vollprofi beauftragen

Neben der Umrüstung in Eigenregie steht die Umwandlung zum Stromer durch eine professionelle Werkstatt zur Debatte. Dies treibt zwar erneut die Kosten in die Höhe, doch der erforderlichen Abnahme durch den TÜV steht dann nichts im Wege. Denn prinzipiell sind zwar nahezu alle Modelle mit Verbrennungsmotor auf Elektro umrüstbar, doch je mehr Elektronik sich an Bord befindet, desto komplexer der Umbau. Fahrzeuge die nach 2002 ihre Erstzulassung erhielten, benötigen neben der Hauptuntersuchung, zum Beispiel durch den TÜV, auch noch eine Elektromagnetische Verträglichkeitsprüfung. Damit können die Kosten rasch um mehrere tausend Euro steigen. Zudem müssen zahlreiche Variablen für die Umrüstung einkalkuliert werden. Das Gesamtgewicht des Pkws darf beispielsweise nicht überschritten werden oder die Karosserie und Radaufhängung müssen dem Gewicht und Platzbedarf der Akkus gewachsen sein. Die Vorteile der professionellen Umrüstung durch einen Fachmann liegen daher auf der Hand.

Fazit: Die Umrüstungen eines herkömmlichen Benziners zum sauberen Stromer kann mit Hilfe von Umbau-Kits auch in Eigenregie bzw. durch einen Profi stattfinden. Allerdings setzt diese Arbeit ein hohes Know-How voraus. Die Konvertierung eines Autos erfordert zum einen hohen finanziellen Aufwand. Dafür lassen sich individuelle Fahrzeuge auf die Straße bringen, die dank dem Eigenbau den eigenen Wünschen und Bedürfnissen entsprechen.

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