KFZ-Versicherungen – Rentner zahlen mehr

Je älter die Autofahrer, desto teurer die Versicherung. Es kann vorkommen, dass ein 70 jähriger Rentner um bis zu 50 Prozent mehr zahlen muss, als eine 55 jährige Frau im selben Tarif – und das ohne einer vorhergegangenen Unfallsteigerung. Höhere Haftpflicht- und Kaskoversicherungen verärgern klarerweise viele ältere Personen.

Sind Senioren Hauptunfallverursacher?

Ältere Kunden müssen von Jahr zu Jahr tiefer in die Tasche greifen und das ohne jeglicher Vorankündigung. Der Grund: das Geburtsdatum. Sehkraft und Reaktionsgeschwindigkeit lassen nach, wodurch die Senioren für die Versicherungsanstalten ein höheres Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr darstellen.

Versicherer wehren sich natürlich mit Händen und Füßen gegen den Vorwurf, Senioren abkassieren zu wollen. Die Branche rechtfertigt sich, indem sie betont, dass ältere Autofahrer die Leistungen öfters in Anspruch nehmen würden.

Statistisch gesehen, steigt die Anzahl der verursachten Parkschäden und Kreuzungsunfällen ab dem 75. Lebensjahr moderat an. Gründe dafür sind kognitive Defizite. Ein größeres Unfallrisiko als bei Fahranfängern bestünde allerdings nicht. Senioren meiden generell gefährliche Fahrverhältnisse wie zum Beispiel Regen, Nebel, Schnee oder Dunkelheit.

Tipps und Tricks für die KFZ-Versicherung

Wichtig ist, dass Senioren ihre KFZ-Versicherung regelmäßig überprüfen. Gegebenenfalls sollte ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter mit den gleichen Konditionen vorgenommen werden. Doch nicht nur die Preise, auch die Versicherungsleistungen können komplett unterschiedlich sein – eine persönliche Beratung wäre also von großem Vorteil. Eine weitere Möglichkeit wäre es, sich bei den Kindern mitversichern zu lassen.

Auffallend ist auch, dass den Rentnern bei KFZ-Versicherungen in den österreichischen Versicherungsanstalten, keine drastische Prämienerhöhung im Alter vorsteht. Sollten sich unsere Versicherungen also einmal eine Scheibe von den Nachbarn abschneiden!

Bild: Fotolia.com © #84350435

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