Diese Änderungen auf dem Motomotiv Markt sollten Sie kennen

Gebrauchter Tesla

Mit der ewigen Affäre rund um den VW-Abgasskandal scheint auch die Elektromobilität in Deutschland in Schwung gekommen zu sein. Mit Mercedes-Benz trat ein neuer Hersteller im großen Stil in die Entwicklung und Produktion ein. Doch welche Qualität steckt tatsächlich in der neuen EQ-Sparte des Konzerns und was können die Verbraucher in den kommenden Jahren erwarten?

Eine nüchterne Bilanz

Bislang war Mercedes-Benz nicht unbedingt dafür bekannt, die Entwicklung der Elektromobilität um jeden Preis nach vorn bringen zu wollen. Wer sich die Produktpalette beispielsweise auf Mobile.de anschaut, erkennt vor allem hoch motorisierte Verbrennungsmotoren, die noch immer den Kern der Marke bilden. Um jedoch den Übergang in die neue Zeit der Mobilität nicht zu versäumen, sahen sich auch die Verantwortlichen bei Daimler dazu gezwungen, auf die sich wandelnden Wünsche der Menschen zu reagieren. Bislang sieht die Bilanz des Konzerns allerdings mager aus. Kein vollelektrisches Modell konnte sich bisher im Angebot etablieren und nur wenige Fahrzeuge sind überhaupt optional mit elektrischem Antrieb verfügbar.

Die geforderte Qualität

Der kleine Einfluss der elektrischen Mobilität auf das Angebot von Mercedes-Benz soll nun jedoch ein Ende haben. Bis ins Jahr 2025 werden gleich zehn Modelle für die Kunden verfügbar sein, welche ausschließlich auf den elektrischen Antrieb setzen. Rein technisch betrachtet gibt es jedoch wenig Neues, das in der E-Mobilität bislang noch nicht erreicht worden wäre. Zwar können sich die angepeilten Reichweiten der Fahrzeuge durchaus sehen lassen, doch Tesla ist bereits in diesem Moment dazu in der Lage, diese Produkte tatsächlich zu verkaufen. Der wohl größte Unterschied zum boomenden kalifornischen Hersteller liegt wohl in der Aufmachung des gesamten Fahrzeugs. Um der Tradition der eigenen Marke treu zu bleiben, setzt Mercedes-Benz dabei weiterhin auf eine hochwertige Verarbeitung aller Komponenten. Farbnasen und misslungene Spaltmaße, wie sie bei Tesla hin und wieder festgestellt werden, haben so nach Angaben der Verantwortlichen keinen Platz in der E-Mobilität. Entsprechend groß ist jedoch der Aufpreis, den die Interessenten für E-Autos des deutschen Herstellers bezahlen werden.

Milliarden in die Forschung

Weit mehr Kosten und Mühen steckt Daimler aktuell in die Erforschung neuer Batterien. Bereits 2016 wurde die Investition von einer Milliarde Euro angekündigt, die dazu beitragen soll, die gewünschten Reichweiten zu halten. Damit könnte der Konzern vor allem in der nächsten Zeit zu einer wichtigen Komponente der Branche werden. Unter Umständen könnten noch andere Hersteller die Erkenntnisse des Unternehmens nutzen und darauf eine neue Form der Zusammenarbeit gründen. Besonders die großen Summen bekunden mehr als den bloßen guten Willen, den Wandel in der Branche zu erreichen und dort neue Akzente zu setzen. Wenn die dafür notwendigen Grundlagen erst einmal geschaffen sind, so dürfte es ohne Probleme möglich sein, auch die verkrusteten Strukturen der deutschen Autoindustrie auf die Zukunft auszurichten.

Auch Mercedes-Benz trägt also einen wichtigen Teil zum Wandel der Branche bei. Bis jedoch die Stückzahlen anderer Hersteller von E-Autos erreicht werden, dürfte es jedoch weitere Jahre dauern. Gleichzeitig gilt es die Frage zu klären, wie gut das Image des Daimler-Konzerns mit dem Wunsch zu vereinbaren sind, bezahlbare E-Autos auf den Markt zu bringen. Es wird also interessant sein zu sehen, welche neuen Möglichkeiten der gewandelte Antrieb mit sich bringt.

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